Eine stille List: Pferd (Troja) von Raimund Schmelter
Vier schlanke Beine, ein kompakter Rumpf, ein Kopf mit klar geschnittener Mähne – Raimund Schmelters „Pferd (Troja)“ wirkt in seiner flachen, archaischen Formensprache fast wie ein Spielzeugpferd, wie es aus antiken Kulturen oder frühen Kinderzimmern überliefert ist. Gerade diese reduzierte, beinahe kindliche Klarheit macht den besonderen Reiz der Arbeit aus: Statt anatomischer Detailtreue setzt Schmelter auf einfache, klar lesbare Formen, die dem Pferd trotz seiner Schlichtheit eine ruhige, würdevolle Präsenz verleihen.
Der Titel verweist auf das berühmteste Pferd der Weltliteratur – das Trojanische Pferd, mit dem sich die Griechen einst heimlich Zugang zur Stadt Troja verschafften. Auch in Schmelters Version steckt etwas im Inneren des Pferdes verborgen: keine Krieger, die im Schutz der Nacht hervortreten, sondern Silber – der eigentliche materielle Wert, der sich hinter der schlichten äußeren Form verbirgt. Aus einem Motiv der List wird so ein Motiv der stillen Wertaufbewahrung: verborgen, aber nicht heimtückisch, sondern einfach dort, wo man es nicht sofort erwartet.
Mit rund 7,0 kg reinem Feinsilber gehört „Pferd (Troja)“ zu den gewichtigeren Arbeiten im Schmelter-Programm bei BullionArt und verbindet archaische Formensprache mit einem der bekanntesten Mythenstoffe der Antike.
Hinweis: Der Silberpreis unterliegt Marktschwankungen; der endgültige Verkaufspreis richtet sich nach dem aktuellen Kurs von Feinsilber und wird auf Anfrage mitgeteilt.
