Skate Block Girl
Lässigkeit, die an der Wand schwebt: Skate Block Girl von Susanne Kraisser
Auf der Kante eines quadratischen, an der Rückseite offenen Blocks sitzt ein Mädchen, die Beine über den Rand baumelnd, die Hände im Schoß verschränkt, den Blick nach unten gerichtet. Beobachtet sie das Geschehen im Raum oder ist sie in Gedanken vertieft? Die Haltung hat etwas von der entspannten, leicht kantigen Körpersprache der Skate- und Streetculture, der das Werk seinen Namen verdankt – unaufgeregt, in sich gekehrt, ganz bei sich.
Das eigentliche Besondere an „Skate Block Girl“ zeigt sich erst im Raum: Der Block, auf dem die Figur sitzt, ist nicht als geschlossener Sockel, sondern als offene, kastenartige Nische gearbeitet – dadurch lässt sich die Skulptur direkt an die Wand montieren. Statt auf einem Tisch oder in einer Vitrine zu stehen, sitzt das Mädchen so scheinbar schwebend auf einem kleinen Silbersims mitten an der Wand und beobachtet von dort das Geschehen im Raum.
Aus rund 6,0 kg Feinsilber gearbeitet, verbindet diese Arbeit damit skulpturale Erzählung mit einem ungewöhnlichen, raumgreifenden Präsentationskonzept – ein Werk, das sich nicht nur aufstellen, sondern als eigenständiges Wandobjekt inszenieren lässt.
